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Kirche "St. Bonifatius", Blankenburg

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Blankenburg gehörte mit seiner Kirche bis zur Reformation zum Erzbistum Mainz und zwar zum Archiadiakonat Jechaburg, dem das Dezernat Kirchheilingen unterstand.

 

Nach der Reformation zum Niederen Kreis der Diözese Langensalza, zur Diazöse Langensalza gehörte ferner der Oberkreis mit der Ganerbschaft Treffurt.

 

Auch die Blankenburger Kirche trägt den Namen des Apostel der Deutschen "St. Bonifatius", der bekanntlich in Hessen und Thüringen in den ersten Jahrzehnten des 8. Jahrhunderts das Christentum verbreitete. Sicher hat Bonifatius nicht alle Kirchen erbauen lassen, die heute seinen Namen tragen.

 

Der Turm, als ältester Teil mit seinen frühgotischen Fenstern, ist im 14. Jahrhundert anzusiedeln.


Das sich anschließende Kirchenschiff wurde 1694 repariert, aber schon nach sieben Jahren abgebrochen, und 1701 in seiner heutigen Gestalt errichtet.


Ältere Bürger erinnern sich noch an einen großen, frühgotischen im Grundriss achteckigen Taufstein, der sich außerhalb der Ortskirche befand.


Im Chorraum sind zwei bleigefasste, mit Glasmalerei versehene Fenster aus der Zeit des Barock.


Es wird vermutet, dass die Motive im Zusammenhang mit der Reformation zu sehen sind. Sie zeigen die Opferung Isaaks und den predigenden Luther.

 

1540, der erste bekannte Pfarrer war Johann Zimmermann.

 

Das Kirchen- und Pfarrvermögen betrug je 283 Taler Barvermögen, zu letzterem hatte die Gemeindekasse außerdem jährlich 16 Scheffel Gerste zu entrichten. Die Gesamteinnahme des Pfarrers betrug 400 Taler, wozu der Staat 100 Taler beisteuerte.

Alle Brände und Unwetter hat diese Bauwerk überstanden.


Im April 1945 haben amerikanische Panzer das Dorf in Brand geschossen und auch den Turm der Kirche dabei stark beschädigt.

 

Im Februar 2000 nahm sich der Förderkreis für Arbeit, Soziales und Umwelt des Gotteshauses an.


Bereits im Herbst des Vorjahres hatte man begonnen, sein Mauerwerk innen und außen unter schwierigen Bedingungen trockenzulegen.


Vieles erledigten Fachfirmen, z. B. die neue Verschalung am Turm. Die Kirchgemeinde beantragte Geld für den Schiefer.


Von Experten der kirchlichen Werkstätten Erfurt wurden die bleiverglasten Fenster ausgebaut und repariert. Die Bänke wurden ebenfalls repariert.
Eine Rentnerin sponserte eine Treppe.


Das Landesamt für Denkmalpflege, die Agrargenossenschaft, die Jagdgenossenschaft, die Sparkassen Kulturstiftung, die Backhausfreunde und private Sponsoren machten es möglich, dass die Renovierungsarbeiten so weit voranschritten und die Renovierung so weit bezahlbar wurde.


Pünktlich zum Tag des offenen Denkmals, am 10. September 2000, öffneten sich erstmals die Türen der Kirche.


Der Männerchor "Harmonie" aus Sundhausen gab ein Konzert.


Danach konnten sich die Gäste anhand einer Dokumentation ein Bild zur Sanierung machen.

 

Die zwei (alten) Glocken hatten 0,85 und 0,71 m Durchmesser, die größere war von Heronymus und Melchior Möhring in Erfurt (1630), die kleinere 1812 von Johann Lorenz Koch in Mühlhausen gegossen. Die jedoch hatte nur eine kurze Lebensdauer, weil sie im 1. Weltkrieg abgeliefert werden musste. Als Ersatz für die kleine Glocke kaufte die politische Gemeinde von Kleinvargula die im Jahre 1651 gegossene Bronzeglocke, die dort infolge Ankaufs eines ganzen neuen Geläutes übrig wurde, aber wegen ihres historischen Wertes nicht eingeschmolzen werden durfte. Sie ist von Wolfgang Geyer gegossen worden.

 

Die große Glocke trägt die Inschrift:

"Wolfgang Cesassalzensas* Christianus Leonhartus Leutholf - Pastor Durchs Feir bin ich geflossen, Geyer hat mich mit Gottes Hilffe in Erffurt gegossen * anno 1615 * an Gottes Segen ist alles gelegen."

 

Die kleine Glocke trägt die Inschrift:

"M. Christian Kühn Pastor gos mich - Lorenz Koch in Mühlhausen 1812. * Gott allein die Ehre * Zur Ehre Gottes ruft mein Schal - Ihr Christen kommet kommet all - Gebt unserm Gott

Telefon (036043) 70205 Pfarrstelle Kirchheilingen

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.kirchenkreis-muehlhausen.de/pfarrstellen-gemeinden/kirchheilingen/ Pfarrstelle Kirchheilingen

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