Gemeinde Mittelsömmern

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Am Schenksberg 58
99955 Mittelsömmern

Homepage: www.mittelsömmern.de


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Bürgermeister Lutz Kalmus Fläche 1116 ha

leider

kein

Wappen

Einwohner 227 (Stand 2017)
Gemeindeverwaltung

Am Schenksberg 58

99958 Mittelsömmern

Bürgermeister Lutz Kalmus (parteilos/ seit 2014)

 

Die Gemeinde Mittelsömmern, zwischen Haus- und Hornsömmern gelegen, liegt in unmittelbarer Nähe des Naturschutzgebietes "Großes Hornholz". Die lange Hauptstraße mit ihren schmucken Häusern und den liebevoll gepflegten Blumenrabatten führt am Ortsende direkt zum "Edelhof". Der "Edelhof", ein denkmalgeschützter Fachwerkbau aus dem 13. Jahrhundert, wurde in den vergangenen Jahren umfangreich rekonstruiert und saniert. So ist er heute kultureller Mittelpunkt des Ortes und wird von den ortsansässigen Vereinen für Ihre Veranstaltungen genutzt.

Ebenfalls steht der Edelhof mit seinen vielfältigen Räumlichkeiten für private Feierlichkeiten zur Verfügung. Zum jährlichen "Tag des offenen Denkmals" im September kann man den Edelhof besichtigen und vor dem historischen Gebäude das bunte Treiben bestaunen.

Viel Kinderlachen beschert der Gemeinde der eigene Kindergarten mit dem besonderen Konzept eines Waldkindergartens.

 

Edelhof

Edelhof

AWO Kita "Kinderland am Horn"AWO Kita "Kinderland am Horn"

KinderspielplatzKinderspielplatz

Waidmühlenstein

Waidmühlenstein

Ruhebank

Ruhebank

Kirche "St. Cyriax"Kirche "St. Cyriax"

 

Kulturelle Höhepunkte

  • Faschingsveranstaltungen
  • Tag des offenen Denkmals am Edelhof
  • Weihnachtsmarkt
  • Frühjahrs- und Herbstdisco
  • Kinderfest


Aktuelle Meldungen

Hundehalterin will Klage gegen Veterinäramt einreichen

(14.11.2017)

Junge Frau aus Mittelsömmern wehrt sich gegen Vorwürfe und schildert den Vorfall aus ihrer Sicht

 

 

Von Sabine Spitzer

Mittelsömmern. In Mittelsömmern wollte Anne Otte Hunde züchten und sich damit einen Traum erfüllen. Nun will die 26-Jährige den Ort so schnell wie möglich verlassen und neu anfangen.

Vor zwei Jahren ist Anne Otte mit ihrem Partner nach Mittelsömmern gezogen. Der Hof gehört ihren Eltern, sie hatten sieben Jahre dort gelebt, bevor sie sich ein neues Zuhause suchten. "Ich liebe Tiere", sagt Anne Otte. Der Hof ist ideal für Cora, mit der sie eine Zucht beginnen will. Doch die Langhaarschäferhündin ist viel mehr als ein Tier. "Sie ist ein Familienmitglied", erklärt die 26-Jährige. Ihre vier Kinder hängen sehr an dem Tier, besonders der älteste Sohn.

Wenig später kaufte Anne Otte noch Flash, einen Langhaarschäferhundrüden. Sie wird Mitglied im Mitteldeutschen Hundezucht-Verband, der seinen Sitz in Leipzig hat, und bekommt eine Zuchterlaubnis. Beginnen wollte die junge Frau mit der Zucht, wenn Flash zwei Jahre alt ist - am 23. November.

Doch die Freude währt nicht lange. "Ich habe gemerkt, dass man im Dorf etwas gegen mich hat", sagt Anne Otte. Das führt sie auf ihre direkte Art zurück. "Ich sage, was ich denke und rede nicht hinter dem Rücken", berichtet die gelernte Kinderpflegerin und Versicherungskauffrau.

Dann rückt plötzlich das Veterinäramt an. Wie Anne Otte berichtet, haben ihr die Mitarbeiter gesagt, dass jemand aus dem Dorf die Behörde eingeschaltet habe. Es gibt mehrfach Kontrollen auf dem Hof, auf dem inzwischen ein weiterer Hund, Zwergziegen, Enten, Gänse und Hühner leben. Der 2. November ist, wie Anne Otte sagt, "der schlimmste Tag in ihrem Leben". Denn die Behörde nimmt die Tiere mit, auch Cora und Flash. Der Vorwurf: Die Tiere sind nicht ausreichend versorgt (unsere Zeitung am 7. November).

"Das stimmt nicht", widerspricht Anne Otte. "Die Tiere waren nicht abgemagert, ich bin doch kein Tier-Messi." Sie habe den Veterinäramtsmitarbeitern sogar das Tierfutter gezeigt und die dazugehörigen Kassenzettel. Trotz einer gebrochenen Hand habe sie immer die Tiere gefüttert. "Das wollten die Mitarbeiter gar nicht hören", sagt sie. "Ich hatte das Gefühl, die suchen nur nach einem Vorwand." Denn bemängelt wurde ihren Angaben zufolge unter anderem das herumliegende Laub.

Der Vorfall trifft Anne Otte schwer. Sie lebt derzeit in Trennung. Die Ziegen und das Federvieh gehören ihrem Mann, der momentan im Krankenhaus ist. Das Veterinäramt hat ihm inzwischen ein Tierhaltungsverbot erteilt.

Anne Otte will den Vorwurf der Behörde nicht auf sich sitzen lassen. Denn sie sei nun in Verruf geraten. Freude haben sich von ihr abgewandt. Sie will alles in Bewegung setzen, um Cora und Flash zurückzubekommen. Am Freitag hat sie einen Termin beim Anwalt. Der Hundezucht-Verband habe ihr geraten, Klage einzureichen und gesagt, dass die Chancen gut stehen, dass sie ihre Hunde zurückbekommt.

Das Veterinäramt hat am Montag Nachfragen unserer Zeitung dazu nicht beantwortet.

 

Quelle: TA/ 14.11.2017

Foto zu Meldung: Hundehalterin will Klage gegen Veterinäramt einreichen

Familie soll keine Tiere mehr halten

(07.11.2017)

Veterinäramt des Landkreises hat mehrfach Missstände vorgefunden. Nun soll ein Verbot ausgesprochen werden

 

Von Sabine Spitzer

Mittelsömmern. Ein Tierhaltungsverbot will das Veterinäramt im Fall von Mittelsömmern aussprechen. Bei einer Familie stellte die Behörde am Donnerstag Verstöße gegen das Tierschutzgesetz fest (unsere Zeitung am 4. November).

Mehrfach hatte die Behörde nach eigenen Angaben bei Kontrollen Missstände vorgefunden. Auch im aktuellen Fall waren die Tiere nicht versorgt. ­Drei Hunde, zwei Schweine, fünf Zwergziegen, fünf Gänse, sieben Hühner und zwei Enten wurden deshalb abtransportiert und in andere Unterkünfte gebracht.

Laut Amtstierärztin Astrid Schulze wurden sieben verendete Enten und ein verendetes Huhn im Garten gefunden. Davon sei nur noch eine Ente "untersuchungswürdig" gewesen. Diese wurde ins Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz in Bad Langensalza zur Untersuchung gebracht.

"Animal Hoarding" - also Tiersammelsucht - nennen sich solche Fälle. Dahinter verbirgt sich ein Krankheitsbild, wegen dem das Amt im Unstrut-Hainich-Kreis immer wieder einschreiten muss.

Doch es gibt auch etliche Fälle, wo Tiere aus Profitgier leiden müssen. In Grabe zum Beispiel gab es mehrfach Einsätze auf einem Pferdehof. Die Besitzer hatten die Tiere gehalten, um sie zu verkaufen. Dabei litten die Pferde, weil sie auf viel zu engem Raum gehalten wurden.

Im Sommer auf der Koppel hatten die Tiere bei Hitze oftmals kaum Wasser. Auch Lamas wurden auf dem Hof gehalten, die ebenfalls zum Verkauf angeboten wurden.

Wie Landrat Harald Zanker (SPD) informierte, konnte das Veterinäramt diesen Fall bisher noch nicht zu den Akten legen.

Ebenso beschäftigt die Behörde bis heute die Beschlagnahmung von 16 Hunden in Mülverstedt. 2015 war aufgedeckt worden, dass die Tiere unter katas-trophalen Bedingungen gehalten wurden.

2014 hatte das Veterinäramt in Bruchstedt zehn Hunde beschlagnahmen müssen - wegen nicht artgerechter Haltungsbedingungen.

­Ein Tierhaltungsverbot ist immer das letzte Mittel des Amtes.­

 

Quelle: TA (07.11. 2017)

Einsatz bei "Tier-Messis" in Mittelsömmern

(06.11.2017)

Gänse, Hühner, Ziegen und Schweine von Behörden mitgenommen. Fälle dieser Sammelsucht gibt es immer wieder

Von Sabine Spitzer

 

Mittelsömmern. Wegen sogenannter "Tier-Messis" musste das Veterinäramt in Mittelsömmern eingreifen. Auf dem Hof einer Familie wurden mehrere Tiere beschlagnahmt. Hinzugezogen wurde auch die Tierrettung. Landrat Harald Zanker (SPD) bestätigte lediglich den Einsatz, der bereits am Donnerstag stattfand. Die Fragen unserer Zeitung könne das Veterinäramt erst am Montag beantworten, teilte die Pressestelle des Landratsamtes mit.

Die Familie ist im Mittelsömmern bekannt. Nach Ansicht vieler Dorfbewohner hält sie mehr Tiere, als sie verantwortungsbewusst verpflegen kann. Auf dem Hof gibt es unter anderem Gänse, Hühner, Enten, Ziegen und Schweine. Das Federvieh ist Recherchen unserer Zeitung zufolge auf einem Hof in Volkenroda untergekommen. Ein Augenzeuge berichtete, dass die Polizei einen Hund in ihrem Wagen zum Tierheim brachte.

Animal Hoarding - also Tiersammelsucht - beschreibt ein Krankheitsbild, das in Deutschland noch wenig bekannt ist. Auch im Unstrut-Hainich-Kreis gibt es immer wieder Fälle. 2015 hatten Polizei und Veterinäramt in Mülverstedt 16 Hunde beschlagnahmt, darunter neun Welpen. Die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten wurden, waren katastrophal. 2014 nahm das Veterinäramt in Bruchstedt zehn Hunde mit - Möpse, Bulldoggen, ein Terriermix und ein Yorkshire. Der Halter versuchte sich gewaltsam gegen das Eignreifen der Behörde zu wehren.

­Ein Tierhaltungsverbot ist immer das letzte Mittel.­ Zwischen 2008 und 2015 sind im Kreis 24-mal Tierhalte- und Betreuungsverbote ausgesprochen worden.

 

Quelle: TA, 4.11. 2017

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